Die Arbeiten im Weinberg beginnen in der Vegetationsruhe der Reben ab Dezember. Die erste Arbeit ist der Rebschnitt. Beim Schneiden werden die Bogen mit dem einjährigen Holz entfernt, so dass nur noch zwei, bei starkwüchsigen Rebsorten z.B. Dornfelder, eine Zielrebe stehen bleibt. Das Holz der abgeschnittenen Reben wird mit einer Maschine im Frühjahr zerkleinert und verbleibt als Humus im Boden.

Ab März, wenn der schlimmste Frost vorbei ist, werden die am Stock verbliebenden Reben über einen Draht zu einem Halbbogen gebunden. Diese Arbeit nennt der Winzer binden.

Ab April beginnt die Bodenarbeit. Der Boden wird mittels verschiedener Arbeitsgeräten, z.B. Grubber, Fräse, Kreiselegge aufgelockert. Auch die Düngung und Humusversorgung des Bodens sind wichtige Bestandteile, um ein optimales Wachstum der Rebe zu gewährleisten. Zur Humusversorgung wird aktuell Stroh/Mist, Rindenmulch oder Biokompost verwendet. Als Dünger dienen sogenannte Voll- oder NPK-Dünger, die hauptsächlich zur Stickstoff- und Phos- phorversorgung dienen.

In Flachlagen, die mit dem Schlepper befahren werden können, wird jede zweite Zeile des Weinbergs begrünt, d.h. die Reihen werden mit verschiedenen Gräsern und Kräutern angesät, um auf diese Weise einen natürlichen Dünger in die Weinberge zu bringen.
 

DIE ARBEIT IM WEINBERG

Ende April/Anfang Mai kommt es zum Austrieb, d.h. die neuen Reben an den Bogreben beginnen zu wachsen. Nun muß, je nach Witterung, der Pflanzenschutz gegen Pilzkrankheiten, wie z.B. Oidium, Peronos- pora, Schwarzfleckenkrankheit, beginnen. Hierfür werden heute keine Gifte mehr eingesetzt, sondern organische Fungizide oder Schwefel. Je nach Witterung müssen im Laufe des Sommers während des Rebwachstums, wiederholt Rebschutzsprit- zungen vorgenommen werden.








Die schönste Zeit . . .


Nach dem Austrieb kommt es auch zum Austreiben der Stammreben, auch Wasserschosse genannt.

Diese Triebe wachsen unterhalb der gewünschten Bogenhöhe und müssen deshalb entfernt werden. Dies nennt der Winzer “ausbrechen”. Je nach Witterung müssen nun im Laufe des Sommers während des Rebwachstums wiederholt Rebschutzspritzungen vorge- nommen werden.

Ende Juni, in der Zeit der Traubenblüte, werden die am Bogen wachsenden Reben “aufgebunden oder eingekürzt”, um ein Abbrechen zu vermeiden und die ge- wünschte Länge der einzelnen Reben zu erzielen. Diese Arbeit muß nochmals Mitte Juli wiederholt werden, wobei gleichzeitig die in die Höhe wachsenden Reben auf eine Höhe gekürtzt werden.

Ende August/Anfang September werden die Trauben weich. Der Winzer bezeichnet dies als “in den Wein gehen”. Von nun an beeinflusst die Witterung in verstärktem Maße die Entwicklung der Trauben, die Qualität und das Most- gewicht.

Ende September werden dann die ersten frühen Sorten, z.B. Ortega, Müller- Thur- gau, geerntet. Die Rieslinglese beginnt dann Ende Oktober und kann bis weit in den November hinein durchgeführt werden, wenn dies die Witterung erlaubt.
 

. . . im Jahr ist für viele die Weinernte.
Besonders das Mittagessen in der frischen Luft ist ein besonderes Vergnügen.